 Die Geschichte des Fährhauses geht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Vor der Gründung des deutschen Kaiserreichs 1871 befand sich auf dem Gelände im Saatwinkel eine Zollstation. Nahe jenem Zollhaus, das zum Zwecke der Steuererhebung passierender Schiffe errichtet wurde, konnten Reisende auch Getränke und kleinere Speisen erwerben. Die Einrichtung dieser Verkaufstätte stellt die Geburtsstunde des heutigen Fährhauses dar.
Obwohl durch den Wegfall der Binnenzölle das Zollhaus schon bald überflüssig wurde, blieb das Fährhaus bestehen. Durch die Erweiterung des Angebots und einen Gastraum wurde aus der kleinen Verkaufsstätte erstmals eine Gaststätte.
Im Dunstkreis einer Werft und mehreren Koppelanlagen erfreute sich das Fährhaus vor allem als Ausflugsziel über viele Jahre großer Beliebtheit. Nach dem zweiten Weltkrieg, stand das Haus unter der Bewirtschaftung von Familie Lahe. Der Anbau der Tanzsaals machte die Lokalität damals vor allem für große Firmenfeste und Veranstaltungen beliebt. Auch die Personenschifffahrt, sowie Ausflugsdampfer fanden im Fährhaus bis Mitte des 20 Jhd. eine beliebte Anlegstelle.
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